Modernisierung der Gewässergüte-Messstation Flehe

Seit dem Jahr 1990 betreibt das LANUK im Düssel­dorfer Stadtteil Flehe eine Messstation zur Überwachung der Wassergüte des Rheins. Auf dem Gelände der Stadtwerke Düsseldorf wurde im Mai 2025 der über 30 Jahre alte Gewässergüte-Mess­con­tai­ner durch einen neuen ersetzt und die Einrichtung modernisiert.

Die Station Flehe ist ein bedeutender Baustein zur Überwachung der Rheinwasserqualität im Rahmen des Warn- und Alarmplans Rhein der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins und somit zum Schutz der Trinkwassergewinnung.

Sie ist als „Screening-Messstation“ konzipiert und besteht aus drei Modulen (siehe Grafik). Nach dem Stichprobenhahn entnimmt ein Spritzenprobenehmer aus der Ringleitung luftblasenfrei automatisch Stichproben zur Bestimmung leichtflüchtiger organischer Verbindungen. Dahinter sind zwei automatische Probenehmer zur Erzeugung von Mischproben angeschlossen. Abschließend erfasst ein Modul kontinuierlich physikalisch-chemische Parameter wie Wassertemperatur, Leitfähigkeit, Sauerstoffgehalt und pH-Wert. Zugleich überträgt das Modul die Daten, die online bereitgestellt werden. „Die Modulbauweise hat sich schon beim Umbau anderer Stationen bewährt“, berichtet Chris Weinstädter, der den Innenausbau durchgeführt hat.

Die wichtigste Neuerung besteht darin, mit den Probenahmegeräten bidirektional zu kommunizieren. „Nun kann nicht nur der Gerätezustand ausgelesen werden; bei einer Schadstoffwelle können beispielsweise die Probenahmeintervalle verkürzt oder gezielt eine Sonderprobe entnommen werden“, sagt Projektleiterin Sabine Krach und ergänzt: „Früher mussten Mitarbeitende zur Umstellung der Geräte die Messstationen vor Ort aufsuchen, oft verbunden mit erheblichen Anfahrtszeiten, während sich die Schadstoffwelle in dieser Zeit weiter ausbreitete.“ Vor diesem Hintergrund werden in den kommenden Jahren sukzes­­sive weitere Messstationen modernisiert und an die neuen Anforderungen angepasst.

Titelbild: D. Krauthausen

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