Laborschiff MAX PRÜSS

Gewässerüberwachung zwischen Rhein und Weser

Der Zustand der Fließgewässer wird weitgehend durch menschliche Aktivität geprägt. Verschmutzungen können dabei auf vielerlei Wegen in die Gewässer gelangen: So leiten etwa Industrie und Kommunen ihr Abwasser an festgelegten Stellen in Flüsse ein. Verschmutzungen gelangen aber auch auf diffusen und nicht festgelegten Wegen ins Wasser, beispielsweise aus der Landwirtschaft oder der Schifffahrt. Aus diesem Grund überwachen die staatlichen Dienststellen nicht nur die bekannten Abwassereinleitungen, sondern auch die Gewässer selber. So können sie die vielfältigen Auswirkungen von Schadstoffen verfolgen und beurteilen, ob weitergehende Maßnahmen für den Gewässerschutz notwendig sind.

Die Überwachung der Fließgewässer und die Ermittlung der Gewässergüte auf Grundlage der Landeswassergesetze sind eine wichtige Aufgabe des LANUK in NRW. Die Arbeitsschwerpunkte des Gewässerschutzes liegen in der Überwachung des Rheins und seiner wichtigsten Nebenflüsse, sowie in der Untersuchung der westdeutschen Schifffahrtskanäle und der landesweiten Flusssedimente und Bioindikatoren.

Ein Teil der Messungen findet über ein Netz landseitiger Messstationen statt. Dieses allein reicht allerdings nicht aus, um den Zustand der größeren Fließgewässer zu überwachen und speziellere Fragestellungen zu bearbeiten. Deshalb setzt das LANUK auf den schiffbaren Gewässern von NRW zusätzlich das Laborschiff MAX PRÜSS ein. Zum Aktionsbereich des Schiffs gehört der Rhein, die Ruhr, die Weser und das gesamte westdeutsche Kanalnetz. Seit 1964 unterhalten das LANUK bzw. seine Vorgängereinrichtungen ein Laborschiff. Die heutige MAX PRÜSS ist seit 1999 im Einsatz und trägt den Namen des verstorbenen, international anerkannten Wasserwirtschaftlers Dr.-Ing. Max Prüß, dem ehemaligen Direktor des Ruhrverbandes und des Ruhrtalsperrenvereins.

Simon Plinius

Schiffsführer

Probenahmemanagement

Ausbildung Binnenschifffahrtskapitän / Binnenschifffahrtskapitänin

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