Handlungsleitfaden Biber in NRW

Wo der Europäische Biber aktiv sieht, sieht man seine Spuren. Er fällt Bäume, baut Staudämme und gestaltet dadurch seinen Lebensraum. Auch für viele weitere Arten entstehen so wertvolle Habitate. Gleichzeitig führen die Aktivitäten des Bibers zu vielfältigen Nutzungskonflikten mit den Menschen.

Der „Handlungsleitfaden Biber in NRW“ bietet eine fachliche Grundlage für den landesweiten Umgang mit dem Biber. Der aktuelle Wissensstand zur Rückkehr und Ausbreitung des Bibers in Nordrhein-Westfalen werden dargestellt und die mit seiner zunehmenden Präsenz verbundenen Herausforderungen thematisiert.

Ziel des Leitfadens ist es, ein möglichst konfliktarmes Zusammenleben von Mensch und Biber zu fördern. Hierfür werden unter anderem präventive Maßnahmen vorgeschlagen, mit denen Schäden an anthropogenen Strukturen durch Aktivitäten des Bibers frühzeitig vermieden werden können. Gleichzeitig dient der Leitfaden dazu, einen günstigen Erhaltungszustand der Biberpopulation langfristig zu sichern und die positiven Effekte dieser Schlüsselart für Natur und Landschaft zu bewahren.

Als praxisorientierte Arbeitshilfe richtet sich der „Handlungsleitfaden Biber in NRW“ insbesondere an die zuständigen Behörden sowie die Akteurinnen und Akteure vor Ort. Er ermöglicht ein landesweit einheitlich anwendbares Vorgehen. Die Entscheidungsfindung im Einzelfall vor Ort wird durch abgestimmte Handlungsoptionen unterstützt. Der „Handlungsleitfaden Biber in NRW“ ist als „lebendes Dokument“ konzipiert. Er wird kontinuierlich fortgeschrieben und an neue fachliche Erkenntnisse, rechtliche Rahmenbedingungen sowie praktische Erfahrungen aus der Umsetzung angepasst. Ausführungen zur Wasserrahmenrichtlinie sowie zum Hochwasserschutz werden im Rahmen der Fortschreibung folgen.

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