Foto: Philip Lehmann, NRW.Energy4Climate
Foto: Philip Lehmann, NRW.Energy4Climate

Das LANUK modernisiert den Energieatlas NRW

| Verbesserte Orientierung, moderneres Design und neue Inhalte

Der Energieatlas NRW steht ab sofort in modernisierter Form zur Verfügung und bietet einen erleichterten Zugang zu Karten und Daten zur Energiewende in Nordrhein-Westfalen. Zentraler Baustein ist eine gemeinsame Kartenanwendung, die bisher getrennte Themenangebote bündelt und somit Recherche und Einordnung deutlich vereinfacht. Eine klarere Navigation, ein responsives Layout und eine modernisierte Datenhaltung verbessern zusätzlich die Orientierung und die Aktualität der bereitgestellten Informationen. Trotz der umfassenden Modernisierung bleiben zentrale Inhalte und vertraute Elemente des Energieatlas erhalten. Darüber hinaus gibt es aber auch gänzlich neue Inhalte und Daten.

Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur: „Was wir aktuell erleben, ist ein Krieg um fossile Energie. Die Welt brennt, weil sie abhängig ist vom Verbrennen von Öl und Gas. Um Sonne und Wind wurde noch nie Krieg geführt – die Erneuerbaren sind Freiheits- und Friedensenergien. In Nordrhein-Westfalen treiben wir die Energiewende deshalb entschlossen voran, stärken unsere Resilienz und werden unabhängiger von Öl und Gas. Mit dem neuen Energieatlas leisten wir dazu ganz praktische Hilfestellung, sorgen für Transparenz und liefern verlässliche Daten für Kommunen und Unternehmen. Das erleichtert Planung, Umsetzung und Investitionen vor Ort – so profitieren wir alle von bezahlbarer, sicherer und sauberer Energie.“

Für Elke Reichert, Präsidentin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK), ist die stetige Modernisierung der Datenplattformen sowie deren Erweiterung um neue Informationen ein zentraler Punkt, um die Umsetzung der Energiewende bestmöglich zu unterstützen. „In seiner neuen Form ist der Energieatlas NRW der zentrale Einstieg in Fachinformationen zur Energiewende. Unser Fachzentrum Klima NRW bündelt hier alle Grundlagendaten, bereitet sie konsistent auf und stellt sie für Praxis, Planung und Öffentlichkeit verlässlich bereit. Die gebündelte Kartenanwendung und die modernisierte Datenhaltung sorgen dafür, dass Informationen schneller gefunden, belastbar ausgewertet und somit für die Umsetzung von Maßnahmen genutzt werden können.“

Das LANUK hat den Energieatlas NRW gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen technisch und gestalterisch überarbeitet. Die technische Umsetzung des Redesigns wurde vom Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW) übernommen.

Neue Inhalte im NRW-Energieatlas

Ab sofort ist das Dashboard „Kommunale Wärmeplanung” verfügbar. Darin sind Auswertungen der beim LANUK eingereichten kommunalen Wärmepläne zu finden. Die Daten wurden dafür auf NRW-Ebene aggregiert und werden im Energieatlas in Diagrammen und Tabellen dargestellt.

In den „Energiedaten NRW” sind nun außerdem umfangreiche Auswertungen zur Mobilität in NRW verfügbar. Dazu zählen Daten zum Kfz-Bestand und zu Kfz-Neuzulassungen in NRW sowie zum Energieverbrauch im Verkehr. Auch Bundesländervergleiche und Daten zur Ladeinfrastruktur sind in diesem neuen Bereich zu finden.

Mit der Veröffentlichung des Redesigns bietet die Kartenanwendung die Möglichkeit, über einen Zeitstrahl eigene Zeitreihen zu bilden. Dadurch ist es beispielsweise möglich, die Inbetriebnahmen von Windenergieanlagen für unterschiedliche Jahre einzusehen und zu vergleichen. Neben Daten zu Inbetriebnahmen stehen für eine Vielzahl von Energieträgern ab jetzt ebenso Daten zu Genehmigungen und Stilllegungen zur Verfügung.

Die Stromkarten wurden um weitere Daten zu Stromspeichern ergänzt. Konnte man im alten Energieatlas nur Daten zu Großspeichern finden, sind die Speicher nun auch unterteilt in Batteriespeicher größer bzw. kleiner 1 MW, Pumpspeicher, Wasserstoffspeicher und sonstige Speicher.

Ebenso sind im Wärmekataster nun Daten aus dem Zensus 2022 zur Bereitstellung der Energieträger und zur Heizungsart bis auf Baublockebene verfügbar. Das Datenpaket wurde von IT.NRW bereitgestellt und vom Fachzentrum Klima NRW des LANUK für den Energieatlas aufbereitet.

Der bekannte Windertragsrechner, mit dem sich Windenergieanlagen planen lassen, wurde um die Option erweitert, auch Windparks zu planen. Somit ist es möglich, mehrere Standorte eines Anlagentyps in die Berechnung des Ertrags aufzunehmen. Zusätzlich wurde der Rechner auf der rechten Seite der Karte „Windenergie Planung” platziert.

Was sich mit der Modernisierung konkret verbessert

Gemeinsame Kartenanwendung bündelt Themenangebote

Die bisher getrennten Einzelkarten wurden in einer gemeinsamen Kartenanwendung zusammengeführt. Nutzer können Themenebenen in einer Oberfläche kombinieren und so schneller zwischen Solarkataster, Wärmekataster, Stromkarten, Transparenzplattform und Windenergieplanung wechseln.

Die Nutzendenführung wurde so gestaltet, dass Inhalte und Datensätze mit wenigen Schritten erreichbar sind. Klare Menüs und verständliche Bezeichnungen erleichtern den Einstieg, auch für Personen, die den Energieatlas bislang nicht genutzt haben oder nur selten nutzen.

Responsives Design und Monitoring-Ticker

Das Layout wurde modernisiert und für verschiedene Endgeräte optimiert. Inhalte lassen sich sowohl am PC als auch mobil besser erfassen und bedienen. Auf der Startseite bündelt ein Monitoring-Ticker aktuelle Kennzahlen aus den Bereichen Energiedaten, Windenergiemonitoring und Strommarktmonitoring.

Durch die verbesserte Datenhaltung können die Daten nun verlässlicher aktualisiert werden.

Mit der Überarbeitung wurde auch die dahinterliegende Datenhaltung modernisiert. Dadurch können Daten effizienter aktualisiert und konsistenter bereitgestellt werden. Dies stärkt die Verlässlichkeit und Aktualität der Datengrundlagen für Auswertungen und Entscheidungen.

Ausblick: Weitere Funktionen im Jahresverlauf

Die Modernisierung ist der Auftakt für eine schrittweise Weiterentwicklung. Im Laufe des Jahres werden weitere Werkzeuge und Funktionen in die neue Umgebung überführt und integriert.

Hintergrund

Der Energieatlas NRW bündelt seit 2017 zentrale Karten, Auswertungen und Datensätze zur Energiewende in Nordrhein-Westfalen. Er richtet sich an Verwaltung, Fachöffentlichkeit, Wirtschaft sowie interessierte Bürgerinnen und Bürger und stellt unter anderem Informationen zu Solarenergie (Solarkataster), Windenergie, Wärmewende und regionaler Stromerzeugung bereit. Betreut und gepflegt wird der Energieatlas im LANUK vom Fachzentrum Klimaanpassung, Klimaschutz, Wärme und Erneuerbare Energien. Das Fachzentrum Klima NRW liefert hierfür Grundlagendaten und entwickelt praxisnahe Anwendungen für Aufgaben rund um Klimawandel und Energiewende in Nordrhein-Westfalen.

Link: www.energieatlas.nrw.de

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