04. September 2026
(Datenquellen: DWD, LANUK; Stand: 01.09.26)
grün: Niederschlag überdurchschnittlich, rosa: unterdurchschnittlich, weiß: durchschnittlich, ocker: langjähriger Durchschnitt
| Sep 25 | Okt 25 | Nov 25 | Dez 25 | Jan 26 | Feb 26 | Mrz 26 | Apr 26 | Mai 26 | Jun 26 | Jul 26 | Aug 26 | ||
| Monatlicher Niederschlag | mm | 71,1 | 95,1 | 43,8 | 34,7 | 57,3 | 75,9 | 60,4 | 25,6 | 104,8 | 65,9 | 20,2 | 62,6 |
| summiert | mm | 71,1 | 166,2 | 210,0 | 244,7 | 302,0 | 377,9 | 438,3 | 463,9 | 568,7 | 634,6 | 654,8 | 717,4 |
| Mittel 1881-heute | mm | 67,4 | 69,9 | 71,9 | 80,0 | 74,9 | 60,9 | 60,5 | 55,2 | 64,1 | 74,5 | 86,1 | 80,7 |
| summiert | mm | 67,4 | 137,2 | 209,1 | 289,2 | 364,0 | 424,9 | 485,4 | 540,6 | 604,8 | 679,2 | 765,3 | 846,1 |
Überschuss / Defizit | mm | +3,7 | +25,2 | -28,1 | -45,3 | -17,6 | +15,0 | -0,1 | -29,6 | +40,7 | -8,6 | -65,9 | -18,1 |
| % | +5,5% | +36,1% | -39,1% | -56,6% | -23,5% | +24,6% | -0,2% | -53,6% | +63,4% | -11,5% | -76,5% | -22,5% | |
Überschuss / Defizit | mm | +3,7 | +29,0 | +0,9 | -44,5 | -62,0 | -47,0 | -47,1 | -76,7 | -36,1 | -44,6 | -110,5 | -128,7 |
| % | +5,5% | +21,1% | +0,4% | -15,4% | -17,0% | -11,1% | -9,7% | -14,2% | -6,0% | -6,6% | -14,4% | -15,2% |
Die regionale Verteilung der Niederschläge über die letzten zwölf Monate lässt sich im Vergleich zum langjährigen Mittel wie folgt einordnen:
(Datenquellen: DWD HYRAS-DE-PRE-v6, LANUK; (c) LANUK NRW, FZ Jülich IBG 3 Stand: 04.09.26)
Die Grafiken zeigen die relativen regionalen Niederschlagsüberschüsse und -defizite (Anomalien) im Vergleich zum langjährigen regionalen Durchschnitt (Betrachtungszeitraum: 1991 bis 2020). Die Darstellung erfolgt als Standardisierter Niederschlagsindex / Standardized Precipitation Index SPI (https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?nn=103346&lv2=102248&lv3=603324) für verschiedene Zeiträume vom letzten Monat bis zum letzten Jahr.
Im August weisen die Böden in NRW deutliche Dürreerscheinungen mit Jährlichkeiten zwischen 5 und 10, teils 20 Jahren auf.
Infolge der Niederschläge im August, insbesondere in den letzten 14 Tagen, ist in den Böden NRW's ein Rückgang der Dürreintensitäten im Verlauf des Monats erkennbar. Vor allem in den tieferen Bodenschichten treten jedoch noch deutliche Dürreerscheinungen auf.
Die Bodenfeuchteverhältnisse in NRW sind Ende August (gleitender Mittelwert der letzten 14 Tage) im Vergleich mit den langjährigen Bodenfeuchtegehalten zu dieser Jahreszeit wie folgt einzuordnen:
Das tagesaktuelle pflanzenverfügbare Wasser der Böden (bis 0,25 m Tiefe) in NRW, abgeleitet aus der nutzbaren Feldkapazität (=nFK in %), lässt sich für Ende August wie folgt beschreiben:
Die folgenden Grafiken zum Dürrezustand des Bodens zeigen die gemittelte Bodenfeuchte der letzten 14 Tage eingeordnet nach Jährlichkeiten für den Gesamtboden und den Oberboden. Die Grafik zum pflanzenverfügbaren Wasser beschreibt die tagesaktuelle Bodenfeuchte anhand der nutzbaren Feldkapazität (nFK in %). (Quelle: UFZ-Dürremonitor/ Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (https://www.ufz.de/index.php?de=37937)).


Hinweis: Der UFZ-Dürremonitor vergleicht die aktuelle Bodenfeuchte (gleitender Mittelwert der letzten 14 Tage) mit den Werten im Vergleichszeitraum 1974-2023 und ordnet diese relativ ein.
Der UFZ-Dürremonitor trifft keine Aussage über das absolut im Boden verfügbare Wasser. Eine Aussage über die resultierende Grundwasserneubildung kann daraus nicht abgeleitet werden.
Im August 2026 befinden sich die Grundwasserstände auf einem sehr niedrigen bis niedrigen Niveau.
An nahezu allen (96 %) Grundwassermessstellen (GWM) in NRW sind im Vergleich zum Vormonat teils deutlich geringere Grundwasserstände (GW-Stände) gemessen worden.
Die Auswirkungen des seit Februar 2026 aufgebauten Niederschlagsdefizits sind weiterhin anhand der Einordnung der GW-Stände erkennbar. Unter Berücksichtigung der Jahreszeit befinden sich die GW-Stände verglichen mit langjährigen Mittelwerten auf einem insgesamt sehr niedrigen bis niedrigen Niveau. Verglichen mit den Dürrejahren 2018, 2019 und 2022 ist der Anteil der Grundwassermessstellen mit niedrigen und sehr niedrigen Grundwasserständen zwar noch nicht so stark ausgeprägt, liegt aber bereits in einer ähnlichen Größenordnung.
Im Vergleich zu den langjährigen Beobachtungen für diesen Monat lassen sich die aktuellen GW-Stände im August wie folgt einordnen:
Im kommenden Monat sind die Bedingungen für Grundwasserneubildung aufgrund der andauernden Vegetationsperiode grundsätzlich weniger günstig. Die regionale Grundwasserstandsentwicklung hängt jedoch maßgeblich von den Witterungsverhältnissen und den hydrogeologischen Gegebenheiten ab. Weiterführende Informationen zur prognostizierten überregionalen Entwicklung der Grundwasserstände liefert die Fachanwendung GRUVO der Bundeanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (https://gruvo.bgr.de/website/index.php).
Hinweis: Im Zuge der Auswertung der Grundwasserstände wurden für jede Grundwassermessstelle die aktuellen Messwerte des Auswertemonats mit allen für die Messtelle zur Verfügung stehenden Messungen im Auswertemonat verglichen und klassifiziert. Bei den o.g. Auswertungen handelt es sich um eine rein statistische relative Bewertung. Sehr niedrige oder Minimalgrundwasserstände sind nicht gleichzusetzen mit einem Mangel der Ressource Grundwasser.
Im August keine Hochwasserlage im Einzugsgebiet der Erft. Wasserstände Ende August hauptsächlich im Bereich zwischen mittlerem Niedrig- und Mittelwasser.
Die Talsperrenfüllstände befinden sich unter Berücksichtigung der Jahreszeit deutlich unterhalb des durchschnittlichen Niveaus.
Im Juni haben sich die Füllstände weiterhin verringert. Damit befinden sich die Füllstände Ende August unter Berücksichtigung der Jahreszeit weiterhin auf einem deutlich unterdurchschnittlichen Niveau.
Differenziert nach Einzugsgebieten stellt sich die Situation der Talsperrenfüllstände wie folgt dar (Stand: 31.08.2026):
Aktuell (Stand: 31.08.2026) befinden sich die Talsperren teilweise im ereignisbezogenen Betrieb für Niedrigwasser.
*Webseiten der Betreiber
Ruhr-Talsperren: https://ruhrverband.de/flussgebiet/talsperren
Rur-Talsperren:https://wver.de/talsperren/
Sieg-Talsperren:https://www.aggerverband.de/talsperren | https://www.wahnbach.de/die-wahnbachtalsperre.html | https://wvs.nrw/
Wupper-Talsperren:https://www.wupperverband.de/unsere-anlagen/talsperren
Weitere Informationen https://www.agw-nw.de/agw/aktuelles
UFZ-Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Bei den verwendeten Daten handelt es sich teilweise um automatisch validierte Messdaten. Sie entsprechen dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Hydrologische und meteorologische Daten können sich aufgrund von neuen Erkenntnissen, erweiterten Prüfungen oder veränderten Berechnungsverfahren ändern.
Hochwasserinformationen und Lageberichte bei Hochwassergefahr
ELWAS-Web (Elektronisches wasserwirtschaftliches Verbundsystem der Wasserwirtschaftsverwaltung NRW) mit umfassenden geprüften Fachdaten zu den Fachthemen Abwasser, Grundwasser, Oberflächengewässer, Trinkwasser und zur Wasserrahmenrichtlinie
Klimaatlas NRW Klimaatlas NRW mit Daten des UFZ-Dürremonitors, des Wasserhaushalts- und Dürremonitors sowie weiteren, umfangreichen Informationen zum Klima und seiner Entwicklung in Nordrhein-Westfalen
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