06. Juli 2026
Demzufolge weisen 7 der letzten 8 Jahre unterdurchschnittliche Niederschlagssummen auf. Im Zeitraum Juli 2023 bis Juni 2024 ist hingegen ein extremer Niederschlagsüberschuss zu beobachten.
(Datenquellen: DWD, LANUK; Stand: 02.07.26)
grün: Niederschlag überdurchschnittlich, rosa: unterdurchschnittlich, weiß: durchschnittlich, ocker: langjähriger Durchschnitt
| Jul 25 | Aug 25 | Sep 25 | Okt 25 | Nov 25 | Dez 25 | Jan 26 | Feb 26 | Mrz 26 | Apr 26 | Mai 26 | Jun 26 | ||
| Monatlicher Niederschlag | mm | 82,8 | 38,4 | 71,1 | 95,1 | 43,8 | 34,7 | 57,3 | 75,9 | 60,4 | 25,6 | 104,8 | 65,9 |
| summiert | mm | 82,8 | 121,2 | 192,3 | 287,4 | 331,2 | 365,9 | 423,2 | 499,1 | 559,5 | 585,1 | 689,9 | 755,8 |
| Mittel 1881-heute | mm | 86,6 | 80,9 | 67,4 | 69,9 | 71,9 | 80,0 | 74,9 | 60,9 | 60,5 | 55,2 | 64,1 | 74,5 |
| summiert | mm | 86,6 | 167,4 | 234,8 | 304,7 | 376,6 | 456,6 | 531,5 | 592,4 | 652,9 | 708,1 | 772,2 | 846,7 |
Überschuss / Defizit | mm | -3,8 | -42,5 | +3,7 | +25,2 | -28,1 | -45,3 | -17,6 | +15,0 | -0,1 | -29,6 | +40,7 | -8,6 |
| % | -4,4% | -52,5% | +5,5% | +36,1% | -39,1% | -56,6% | -23,5% | +24,6% | -0,2% | -53,6% | +63,4% | -11,5% | |
Überschuss / Defizit | mm | -3,8 | -46,2 | -42,5 | -17,3 | -45,4 | -90,7 | -108,3 | -93,3 | -93,4 | -123,0 | -82,3 | -90,9 |
| % | -4,4% | -27,6% | -18,1% | -5,7% | -12,0% | -19,9% | -20,4% | -15,7% | -14,3% | -17,4% | -10,7% | -10,7% |
Die regionale Verteilung der Niederschläge über die letzten zwölf Monate lässt sich im Vergleich zum langjährigen Mittel wie folgt einordnen:
(Datenquellen: DWD HYRAS-DE-PRE-v6, LANUK; (c) LANUK NRW, FZ Jülich IBG 3 Stand: 06.07.26)
Die Grafiken zeigen die relativen regionalen Niederschlagsüberschüsse und -defizite (Anomalien) im Vergleich zum langjährigen regionalen Durchschnitt (Betrachtungszeitraum: 1991 bis 2020). Die Darstellung erfolgt als Standardisierter Niederschlagsindex / Standardized Precipitation Index SPI (https://www.dwd.de/DE/service/lexikon/Functions/glossar.html?nn=103346&lv2=102248&lv3=603324) für verschiedene Zeiträume vom letzten Monat bis zum letzten Jahr.
Im Juni sind die Bodenfeuchteverhältnisse in NRW hauptsächlich im Normalbereich.
Die Bodenfeuchteverhältnisse in NRW sind Ende Juni (gleitender Mittelwert der letzten 14 Tage) im Vergleich mit den langjährigen Bodenfeuchtegehalten zu dieser Jahreszeit wie folgt einordnen:
Das tagesaktuelle pflanzenverfügbare Wasser der Böden (bis 0,25 m Tiefe) in NRW, abgeleitet aus der nutzbaren Feldkapazität (=nFK in %), lässt sich für Ende Juni wie folgt beschreiben:
Die folgenden Grafiken zum Dürrezustand des Bodens zeigen die gemittelte Bodenfeuchte der letzten 14 Tage eingeordnet nach Jährlichkeiten für den Gesamtboden und den Oberboden. Die Grafik zum pflanzenverfügbaren Wasser beschreibt die tagesaktuelle Bodenfeuchte anhand der nutzbaren Feldkapazität (nFK in %). (Quelle: UFZ-Dürremonitor/ Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (https://www.ufz.de/index.php?de=37937)).


Hinweis: Der UFZ-Dürremonitor vergleicht die aktuelle Bodenfeuchte (gleitender Mittelwert der letzten 14 Tage) mit den Werten im Vergleichszeitraum 1974-2023 und ordnet diese relativ ein.
Der UFZ-Dürremonitor trifft keine Aussage über das absolut im Boden verfügbare Wasser. Eine Aussage über die resultierende Grundwasserneubildung kann daraus nicht abgeleitet werden.
Im Juni 2026 befinden sich die Grundwasserstände weiterhin auf einem niedrigen bis mittleren Niveau.
An etwa 60 % der Grundwassermessstellen (GWM) in NRW sind im Vergleich zum Vormonat geringere Grundwasserstände (GW-Stände) gemessen worden.
Die Auswirkungen des seit Februar 2025 aufgebauten Niederschlagsdefizits sind weiterhin anhand der Einordnung der GW-Stände erkennbar. Unter Berücksichtigung der Jahreszeit befinden sich die GW-Stände verglichen mit langjährigen Mittelwerten auf einem insgesamt niedrigen bis mittleren Niveau.
Im Vergleich zu den langjährigen Beobachtungen für diesen Monat lassen sich die aktuellen GW-Stände im Juni wie folgt einordnen:
Im kommenden Monat sind die Bedingungen für Grundwasserneubildung aufgrund vorhandener Vegetation und steigender Temperaturen grundsätzlich weniger günstig. Die regionale Grundwasserstandsentwicklung hängt jedoch maßgeblich von den Witterungsverhältnissen und den hydrogeologischen Gegebenheiten ab. Weiterführende Informationen zur prognostizierten überregionalen Entwicklung der Grundwasserstände liefert die Fachanwendung GRUVO der Bundeanstalt für Geowissenschaften und Rohstoffe (https://gruvo.bgr.de/website/index.php).
Hinweis: Im Zuge der Auswertung der Grundwasserstände wurden für jede Grundwassermessstelle die aktuellen Messwerte des Auswertemonats mit allen für die Messtelle zur Verfügung stehenden Messungen im Auswertemonat verglichen und klassifiziert. Bei den o.g. Auswertungen handelt es sich um eine rein statistische relative Bewertung. Sehr niedrige oder Minimalgrundwasserstände sind nicht gleichzusetzen mit einem Mangel der Ressource Grundwasser.
Im Juni keine Hochwasserlage. Wasserstände Ende Juni hauptsächlich im Bereich zwischen mittlerem Niedrig- und Mittelwasser.
Die Talsperrenfüllstände befinden sich unter Berücksichtigung der Jahreszeit leicht unterhalb des durchschnittlichen Niveaus.
Im Juni haben sich die Füllstände verringert. Damit befinden sich die Füllstände Ende Juni unter Berücksichtigung der Jahreszeit weiterhin auf einem leicht unterdurchschnittlichen Niveau.
Differenziert nach Einzugsgebieten stellt sich die Situation der Talsperrenfüllstände wie folgt dar (Stand: 30.06.2026):
Aktuell (Stand: 30.06.2026) befinden sich die Talsperren wieder im Wesentlichen im Normalbetrieb gemäß des jahreszeitlichen Betriebsplans*.
(*Im Frühjahr wurden die Hochwasserrückhalteräume, welche wegen der im Winter erhöhten Hochwassergefahr vorgehalten werden mussten, an vielen Talsperren in NRW wieder schrittweise reduziert. So können potenziell zusätzliche Wasservorräte aufgebaut werden, die im Zuge des erhöhten Wasserbedarfs während des hydrologischen Sommerhalbjahres benötigt werden.)
UFZ-Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung
Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes
Bei den verwendeten Daten handelt es sich teilweise um automatisch validierte Messdaten. Sie entsprechen dem Kenntnisstand zum Zeitpunkt der Veröffentlichung. Hydrologische und meteorologische Daten können sich aufgrund von neuen Erkenntnissen, erweiterten Prüfungen oder veränderten Berechnungsverfahren ändern.
Hochwasserinformationen und Lageberichte bei Hochwassergefahr
ELWAS-Web (Elektronisches wasserwirtschaftliches Verbundsystem der Wasserwirtschaftsverwaltung NRW) mit umfassenden geprüften Fachdaten zu den Fachthemen Abwasser, Grundwasser, Oberflächengewässer, Trinkwasser und zur Wasserrahmenrichtlinie
Klimaatlas NRW Klimaatlas NRW mit Daten des UFZ-Dürremonitors, des Wasserhaushalts- und Dürremonitors sowie weiteren, umfangreichen Informationen zum Klima und seiner Entwicklung in Nordrhein-Westfalen
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