Mikroschadstoffreduktion auf Kläranlagen in NRW: Verfahren und Hinweise zur Verfahrensauswahl

Mikroschadstoffe (auch Spurenstoffe oder Mikroverunreinigungen genannt) können bereits in geringen Konzentrationen negative Auswirkungen auf die aquatische Umwelt haben und/oder die Gewinnung von Trinkwasser nachteilig beeinflussen.

Der Haupteintragspfad von Mikroschadstoffen in die Gewässer sind kommunale Kläranlagen, in denen Mikroschadstoffe mit den heute konventionellen Technologien der mechanisch-biologischen Abwasserbehandlung nur unzureichend reduziert werden. Ein Ansatz, den Eintrag von Mikroschadstoffen in die Gewässer deutlich zu reduzieren, ist der Ausbau von kommunalen Kläranlagen mit einer zusätzlichen Verfahrensstufe zur Mikroschadstoffreduktion, auch vierte Reinigungsstufe genannt. Bei der Auswahl des Verfahrens bzw. der Verfahrensvariante zur Mikroschadstoffreduktion gibt es verschiedene technische Möglichkeiten, die in dem vorliegenden LANUK-Fachbericht 172 aufgezeigt und erläutert werden.

Der LANUK-Fachbericht 172 dient als Entscheidungshilfe für Betreibende kommunaler Kläranlagen, planende Ingenieurbüros und Behörden bei der Auswahl und Planung eines Verfahrens bzw. einer Verfahrensvariante zur Mikroschadstoffreduktion im Abwasser. Es werden Verfahren und Verfahrensvarianten nach dem Stand der Technik beschrieben, aktuelle Forschungs- und Entwicklungsbereiche aufgezeigt und Vorschläge für das Vorgehen bei der Verfahrenswahl im Planungsprozess dargestellt.

Die Erstellung des vorliegenden LANUK-Fachberichts 172 wurde durch das LANUK NRW, Fachbereich 57 „Kommunales und industrielles Abwasser“, beauftragt und durch ein Projektkonsortium, bestehend aus der Hydro-Ingenieure GmbH, der Wupperverbandsgesellschaft für integrale Wasserwirtschaft mbH sowie dem Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen, realisiert.

Weitere Informationen zum Thema Mikroschadstoffe im Abwasser finden Sie auch auf unserem Fachinformationssystem www.mikroschadstoffe.nrw.de.

Teilen Sie diese Seite auf