Per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen (PFAS) werden in einer Vielzahl von Industrie- und Konsumgütern eingesetzt und können auf verschiedenen Wegen in die Umwelt gelangen. Aufgrund ihrer Persistenz akkumulieren sie dort langfristig. Verschiedene internationale Untersuchungen weisen darauf hin, dass PFAS über diffuse atmosphärische Deposition in den Boden eingetragen werden und sich dort anreichern, was zu einer ubiquitären Hintergrundbelastung der Böden mit PFAS führt. Die Kenntnis über Höhe und Verbreitung von Hintergrundgehalten von Stoffen sind im Kontext des Bodenschutzes für diverse fachliche Fragestellungen von Bedeutung. Für Nordrhein-Westfalen konnte in einem ersten Projekt gezeigt werden, dass PFAS ubiquitär in den ländlichen Ober- und Unterböden vorhanden sind (Ergebnisse veröffentlicht im Fachbericht 150). Ziel dieses Folgeprojektes war es, die qualitative und quantitative Untersuchung von PFAS-Hintergrundgehalten auch in Böden urbaner Gebiete NRWs umzusetzen und daraus statistisch belastbare Hintergrundwerte für PFAS abzuleiten. Die Ergebnisse zeigen, dass PFAS-Hintergrundgehalt auch in den Ober- und Unterböden urbaner Gebiete in NRW nachweisbar sind. Das Spektrum und die Höhe der Gehalte der gemessenen Einzelsubstanzen sprechen für einen ubiquitären, depositionsbedingten Eintrag der PFAS aus Niederschlägen. Dies stimmt mit den Befunden aus dem ländlichen Raum überein.
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