Natur in NRW Nr. 2/2026

Themen dieser Ausgabe:

  • Brutvögel: Bestandssituation in Nordrhein-Westfalen
  • Fledermäuse: Erfassung und Habitatmanagement im Wald
  • Regionale Wildpflanzen: Mehr Vielfalt im Siedlungsraum
  • Artenkenntnis: Bundesweite Qualifizierung für die Praxis
  • Erlebnisorte: Naturerleben in der Münsterländer Parklandschaft
Titelseite Natur in NRW Ausgabe 2-2026

Fachbeiträge

Eine Trauerseeschwalb füttert ihr Küken
Foto: Stefan R. Sudmann

Bestandssituation der Brutvögel Nordrhein-Westfalens

Ergebnisse des Vogelschutzberichtes 2025 mit Fokus auf den Vogelschutzgebieten

Christoph Grüneberg, Peter Herkenrath, Michael M. Jöbges, Birgit Beckers, Ina Brüning, Michael Schmitz, Stefan R. Sudmann

Die 1979 erlassene Vogelschutzrichtlinie ist das zentrale Regelwerk des europäischen Vogelschutzes. Ihr Ziel ist der Schutz aller wildlebenden Vogelarten und ihrer Lebensräume. Nordrhein-Westfalen hat hierfür 29 Vogelschutzgebiete ausgewiesen. Alle sechs Jahre ist der EU-Kommission über den Zustand der Vogelarten in diesen Gebieten und darüber hinaus zu berichten. Für den Vogelschutzbericht 2025 wurden umfassende Daten zusammengestellt und bewertet. Der Beitrag gibt einen Überblick über die landesweite Bestandssituation der Brutvögel sowie über deren Entwicklung in den Vogelschutzgebieten.

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Bechsteinfledermäuse hängen n einem Fledermauskasten
Foto: Manuel Graf

Erfassung, Schutz und Förderung von Waldfledermäusen

Habitatmanagement durch gezielten Einsatz von Fördermitteln und Kompensationsmaßnahmen im Kreis Siegen-Wittgenstein

Manuel Graf, Michael Frede, Marie Viehl, Michael Gertz, Jasmin Mantilla-Contreras

Strukturreiche Wälder sind wichtige Lebensräume für viele Fledermausarten. Im Kreis Siegen-Wittgenstein wird auf Grundlage langjähriger Kartierungen ein Habitatmanagement umgesetzt, das gezielt Wochenstubenkolonien schützt und fördert. Der Beitrag zeigt, wie Maßnahmen im Wald mithilfe verschiedener Förder- und Kompensationsinstrumente kombiniert werden können, um den Artenschutz auch außerhalb von FFH-Gebieten wirksam umzusetzen.

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Eine Rostrote Mauerbiene an einer Salbeiblüte
NABU-Naturschutzstation Niederrhein / Otto de Zoete

Regionale Wildpflanzen für mehr Insektenvielfalt im Siedlungsraum

Ein Praxisprojekt der NABU-Naturschutzstation Niederrhein

Ortrun Heine

Spätestens seit der Veröffentlichung der „Krefelder Studie“ im Jahr 2017 (Hallmann et al. 2017) ist ein drastischer Verlust an Insekten-Biomasse und -Artenvielfalt wissenschaftlich belegt. Vor diesem Hintergrund gewinnen praxisnahe Lösungsansätze an Bedeutung. Das Projekt „Insektenfreude – mit regionalen Wildpflanzen“ zeigt, wie sich durch Produktion und Vermarktung von regionalen Wildpflanzen die Biodiversität im Siedlungsraum fördern lässt.

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Teilnehmende eines KennArt-Kurses sind mit Kescher auf einer Wiese unterwegs
Foto: Berit Philipp

Artenkenntnis stärken durch bundesweite Qualifizierung

Das Verbundprojekt KennArt entwickelt und erprobt ein standardisiertes Schulungs- und Zertifizierungssystem für Fachkräfte und Ehrenamtliche

Claudia Knauft-Pieper, Christian Göcking, Norbert Menke, Mathias Lohr, Klaus-Jürgen Conze, Christopher Mollmann, Albia Consul, Thomas Hövelmann, Britta Linnemann, Berit Philipp, Christoph Scherber, Jens Wöllecke

Sowohl die Artenvielfalt als auch die Artenkenntnis sind in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zurückgegangen. Im Verbundprojekt KennArt haben deshalb die NABU-Naturschutzstation Münsterland und das Leibniz-Institut zur Analyse des Biodiversitätswandels (LIB) ein bundesweit anwendbares, mehrstufiges Schulungssystem zur Vermittlung von Artenkenntnis entwickelt. Von 2020 bis 2026 wurden Kurse zu Libellen, Hautflüglern (insbesondere Wildbienen), Käfern mit einem Fokus auf Totholzkäfern, Gräsern und Moosen konzipiert und bundesweit erprobt. Ebenso wurde ein Zertifizierungssystem zur Qualitätssicherung aufgebaut. Gefördert wird das Projekt im Bundesprogramm Biologische Vielfalt.

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Veranstaltungsteilnehmende laufen durch eine Heidelandschaft
Foto: Lea Santora

Erlebnisorte der Artenvielfalt

Attraktive Konzepte zur Sensibilisierung der Gesellschaft für den Wert der Biodiversität

Lea Santora, Berit Philipp, Silvia Banyong, Britta Linnemann

Im Rahmen eines Projektes entwickelt die NABU-Naturschutzstation Münsterland Konzepte zum abwechslungsreichen und gleichzeitig umweltschonenden Naturerleben. Die Angebote richten sich an Erwachsene, darunter gezielt auch Touristinnen und Touristen. Die Veranstaltungsformate tragen zur Vermittlung von Wissen zum Thema biologische Vielfalt in der breiten Bevölkerung bei und können auf andere Regionen übertragen werden.

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