Natur in NRW Nr. 4/2025

Themen dieser Ausgabe:

  • Molche: 20 Jahre Monitoring an einem neu angelegten Gewässer
  • Pflanzenschutzmittel: Atmosphärische Einträge in die Natur
  • Brachflächen: Neue Lebensräume für Laufkäfer?
  • Schwarzpappel: Generhaltung in Nordrhein-Westfalen
Titelseite der Ausgabe 4-2025 mit Bergmolch

Fachbeiträge

Bergmolchmännchen im Balzkleid
Foto: Martin Schlüpmann

20 Jahre Molcherfassung

Wie entwickelten sich die Bestände in einem neu angelegten Gewässer?

Martin Schlüpmann, Michael Wachsmann, Andrea Welsch, Lara Gemeinhardt

Bereits im Jahr 2005 hat der NABU Oberhausen unter Mithilfe der Biologischen Station Westliches Ruhrgebiet (BSWR) am Rande des Hiesfelder Waldes in Oberhausen-Neuköln ein Kleingewässer angelegt. Es sollte als Ersatz-Laichgewässer für eine umzusiedelnde Erdkrötenpopulation dienen. 2015 wurde es durch einen kleineren Tümpel ergänzt. Die Entwicklung der Molchbestände wurde von der BSWR in den vergangenen 20 Jahren untersucht. Die Ergebnisse der Untersuchungen verdeutlichen die Bedeutung des Gewässers für die Amphibienfauna, zeigen aber auch die Dynamik der Besiedlung und Populationsentwicklung.

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Niederschlagssammler, im Hintergrund Traktor, der ein Feld spritzt
Foto: Katja Hombrecher

Atmosphärische Einträge von Pflanzenschutzmitteln in die Natur

Ergebnisse eines landesweiten Monitoring-Programms – Auswirkungen auf die Biodiversität?

Katja Hombrecher, Helena Pannekens, Stefan Rhiem, Astra Segelcke

Pflanzenschutzmittel können sowohl im Nahbereich ihrer Anwendung, zum Beispiel neben Äckern, als auch über größere Entfernungen in die Natur eingetragen werden. Bisher gibt es zu den Einträgen keine Daten für NRW, weshalb das LANUK in den Jahren 2021 bis 2023 ein Monitoring-Programm auf atmosphärisch eingetragene Pflanzenschutzmittel durchgeführt hat. Die Einträge werfen die Frage nach möglichen Auswirkungen auf die belebte Umwelt und damit auf die Biodiversität auf. Über ökotoxikologische Betrachtungen wurde das mögliche Stresspotenzial für Bodenorganismen ermittelt.

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Goldlaufkäfer auf Bodenkrume
Foto: Ralf Joest

Laufkäfer auf Vertragsnaturschutzbrachen in der Hellwegbörde

Neue Lebensräume in der Agrarlandschaft

Frieder J. Meier, Martina Kunze, Ralf Joest

Viele Studien belegen einen globalen Insektenrückgang, sowohl bezogen auf die Artenzahl als auch auf die Biomasse (Hallmann et al. 2019). So gelten in Deutschland 45 % der Insektenarten als rückläufig (BfN 2024), von den Laufkäfern werden 35 % der Arten als gefährdet oder ausgestorben bewertet (Schmidt et al. 2016). Diese Arbeit soll prüfen, ob die für den Vogelschutz in der Hellwegbörde angelegten Brachflächen auch für die indikatorisch und funktional relevante Artengruppe der Laufkäfer förderlich sind.

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Das Schwarzpappel-Mutterquartier aus der Vogelperspektive
Foto: Marius Zimmermann

Generhaltung der Schwarzpappel in Nordrhein-Westfalen

Erhaltungsstrategie einer gefährdeten Auenbaumart

Marius Zimmermann

Die Schwarzpappel (Populus nigra) zählt zu den am stärksten gefährdeten Baumarten in Nordrhein-Westfalen. Durch Flussbegradigungen, Nutzungsdruck und Hybridisierung mit nicht heimischen Pappelarten sind ihre natürlichen Vorkommen massiv zurückgegangen. In einem langjährigen Praxisprojekt engagiert sich Wald und Holz NRW für die Erhaltung der Schwarzpappel durch die systematische Erfassung von Individuen in ganz Nordrhein-Westfalen, den Aufbau eines Mutterquartiers zur Vermehrung und die gezielte Wiederanpflanzung in naturnahen Auenbereichen.

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Titelseite der Ausgabe 4-2025 mit Bergmolch

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