Fahrzeug, Sondereinsatz, Halle
Das Team des Sondereinsatzes, steht vor der neuen Fahrzeughalle. Foto: LANUK

BLB NRW übergibt neue Halle für Sondereinsatzfahrzeuge

| Neue Fahrzeughalle schafft optimale Bedingungen für den Einsatz sensibler Messtechnik

Das ging zügig: Nach rund acht Monaten Bauzeit hat der Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen (BLB NRW) die neue Fahrzeughalle für die Sondereinsatzfahrzeuge des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK NRW) fertiggestellt und offiziell übergeben. Im Beisein von Staatssekretär Viktor Haase, Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, überreichte der BLB NRW heute den symbolischen Schlüssel an das LANUK NRW.

Die neue Fahrzeughalle bietet auf 280 Quadratmetern Platz für drei speziell ausgerüstete Einsatzfahrzeuge. In den Sondereinsatzfahrzeugen ist eine hochsensible Messtechnik zur Erfassung verschiedener Luftschadstoffe verbaut. Um die Funktionsfähigkeit der empfindlichen Instrumente dauerhaft sicherzustellen, dürfen die Fahrzeuge nicht bei Temperaturen unter sieben Grad Celsius abgestellt werden. Daher wurde die Halle mit einer modernen Wärmepumpenheizung ausgestattet, die eine zuverlässige und zugleich energieeffiziente Temperierung gewährleistet – eine besondere Herausforderung bei der Planung. Neben der Fahrzeughalle umfasst das Bauprojekt Umkleide- und Sanitärbereiche für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Vor dem Gebäude wurde zudem ein Waschplatz für die Spezialfahrzeuge eingerichtet. Darüber hinaus entsteht am Standort derzeit ein Messfeld für Ringversuche zur Luftreinhaltung. Es dient der Qualitätssicherung von Luftqualitätsmessungen für Feinstaub und stärkt die Aufgaben des LANUK als nationales Referenzlabor.

„Mit dem Neubau schaffen wir optimale Voraussetzungen für die Arbeit des LANUK und stellen sicher, dass die hochspezialisierte Messtechnik jederzeit einsatzbereit bleibt“, erklärte Gabriele Willems, Geschäftsführerin des BLB NRW anlässlich der symbolischen Schlüsselübergabe.

In seinem Grußwort betonte Viktor Haase, Staatssekretär im Umweltministerium NRW, die Bedeutung des LANUK-Sondereinsatzes für akute Lagen mit Umweltfolgen: "Wenn Schadstoffe austreten oder der Verdacht auf Umweltkriminalität im Raum steht, braucht es im Ereignisfall schnelle, fachlich starke und rechtssichere Unterstützung. Genau das leistet der LANUK-Sondereinsatz. Die Expertinnen und Experten bringen naturwissenschaftliches und technisches Fachwissen direkt an den Einsatzort und sichern Proben und Beweise so, dass sie auch in Ermittlungsverfahren Bestand haben." Die neue Halle verbessere die Arbeitsbedingungen des Sondereinsatzes deutlich: "Kurze Wege, gute Ausstattung und klare Abläufe helfen, im Ernstfall schneller einsatzbereit zu sein. Damit stärkt das LANUK seine wichtige Rolle als Umweltfeuerwehr für Nordrhein-Westfalen", sagte Haase.

Die Präsidentin des Landesamtes für Natur, Umwelt und Klima, Elke Reichert, erklärte: „Wir unterstützen mit dem Sondereinsatz die Behörden in NRW, wenn durch Ereignisse wie Brände, Stofffreisetzungen oder illegale Ablagerungen Folgen für die Umwelt oder Gefahren für die Bevölkerung zu befürchten sind. Um hier mit Messungen und Analysen Klarheit zu schaffen, müssen die Fachleute und die Fahrzeuge rund um die Uhr einsatzbereit sein.“ Den Standort habe man bewusst so gewählt, dass die Fahrzeuge auch außerhalb der Dienstzeit ohne Umwege und Verzögerungen erreicht werden und abfahren können. „Wir haben bei diesem Neubau großen Wert auf hohe Umweltstandards und eine moderne Energieversorgung gelegt, denn das ist unser Anspruch als Modellbehörde für eine nachhaltige Landesverwaltung.“

Zukunftsfähige Energieversorgung

Auch bei der Energieversorgung des Neubaus stand Nachhaltigkeit im Mittelpunkt. Eine moderne Wärmepumpe sorgt für die Temperierung der Fahrzeughalle und der Nebenräume. Ergänzend sorgt eine moderne LED-Beleuchtung für einen energieeffizienten Betrieb der Anlage. Mit dem Neubau ist die langfristige Einsatzbereitschaft der Spezialfahrzeuge baulich gesichert.

Über den Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB NRW)

25 Jahre Bau- und Liegenschaftsbetrieb des Landes Nordrhein-Westfalen: In einem Vierteljahrhundert hat sich der BLB NRW zu einer modernen Organisation entwickelt und ist Eigentümer und Vermieter nahezu aller Immobilien des Landes. Mit rund 4.000 Gebäuden und einer Mietfläche von etwa 10,3 Millionen Quadratmetern verantwortet der BLB NRW eines der größten Immobilienportfolios Europas. Seine Dienstleistungen umfassen unter anderem die Bereiche Entwicklung und Planung, Bau und Modernisierung sowie Bewirtschaftung und Verkauf von technisch und architektonisch hoch komplexen Immobilien. Darüber hinaus plant und realisiert der BLB NRW im Rahmen des Bundesbaus die zivilen und militärischen Baumaßnahmen der Bundesrepublik Deutschland in Nordrhein-Westfalen. Der BLB NRW beschäftigt mehr als 3.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an acht Standorten. Weitere Informationen unter www.blb.nrw.de

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