Erfolgreiches Projekt zur Reduzierung von Elektroschrott

Abfall in der Verwaltung zu reduzieren, ist eines der Ziele, dem sich das LANUK in seiner landesweiten Vorreiterrolle beim betrieblichen Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement verschrieben hat. Dies gelang im Jahr 2025, indem es das Projekt „IT.Second Life“ umsetzte – ein Vor­haben, bei dem nicht mehr genutzte IT-­Geräte aus der Landesverwaltung an Dritte wie etwa Kommunen, Vereine oder gemeinnützige Einrichtungen abgegeben werden.

Die Bilanz des Projekts „IT.Second Life“, das im Jahr zuvor aus einem vom LANUK initiierten Ideenwettbewerb zur nachhaltigen Verwaltung entstand, liest sich beeindruckend: Rund 320 IT-Geräte aus LANUK, IT.NRW, dem NRW-Umweltministerium und dem Landesamt für Besoldung und Versorgung NRW konnten das LANUK und IT.NRW in dem Modellprojekt einsammeln. 200 Mini-PCs, 80 iPads, 31 Laptops und 12 iPhones, allesamt abgeschrieben und ausgesondert, wechselten so ihre Besitzerin oder ihren Besitzer. Circa 350 Kilogramm Elektroschrott konnten damit vermieden werden. Eine Zahl, mit der Nora Börnert nicht gerechnet hatte. „Die Resonanz war überwältigend, unsere Erwartungen wurden übertroffen“, sagt die Projektleiterin vom Fachbereich „Übergreifende Umweltthemen, Umweltinformation, Nachhaltige Entwicklung, Energieeffizienz und Klimaneutrale Landesverwaltung“. Zu Projektbeginn sei sie etwas skeptisch gewesen, weil zahlreiche Hürden überwunden werden mussten. So mussten beispielsweise nicht nur haushaltsrechtliche Vorgaben, sondern auch Anforderungen des Datenschutzes und der Informationssicherheit erfüllt werden – um beispielsweise zu vermeiden, dass von den Altgeräten auf Daten der Landesverwaltung zugegriffen werden kann. Dafür holte sich Nora Börnert Unterstützung von einem externen Dienstleister. Dieser stellte die Geräte auf Werkseinstellung zurück, löschte die Daten nach bewährten Sicherheitsstandards, testete die Funktionsfähigkeit und beschrieb zu jedem Gerät eventuell vorhandene Mängel wie etwa die Beschädigung des Gehäuses.

Wichtiger Beitrag zur klimaneutralen Landesverwaltung

Weitergegeben wurden die Geräte über eine bereits vorhandene Online-Plattform, die IT.NRW zu diesem Zweck angepasst hatte. Nora Börnert und der IT-Service von IT.NRW boten dort die Geräte an. Das Angebot wurde sehr gut angenommen: 20 Geräte gingen beispielsweise an einen Verein, der Dorfschulen in Afrika unterstützt. Jeweils zehn Geräte gingen an Kinder und Jugendliche in einem Kinderheim sowie an eine Realschule in Herne. Auch an Kitas wurden viele Geräte abgegeben. „Das Projekt ist ein wichtiger Beitrag zur nachhaltigen und klimaneutralen Landesverwaltung“, bilanziert Nora Börnert. Weil viele der Geräte auch kritische Rohstoffe beinhalteten, sei es wichtig, die Nutzungsdauer zu verlängern, sie zu recyclen und wieder in einen Kreislauf zu bringen. Da sowohl die Nachfrage als auch das Angebot der IT-Geräte so groß gewesen seien, hofft sie nun auf eine Fortsetzung des Projekts.

Neues vom ÖKOPROFIT®-Konvoi

Weitergeführt hat das LANUK im Jahr 2025 auch den ÖKOPROFIT®-Konvoi: Dabei wurden im September sechs Einrichtungen der NRW-Landesverwaltung ausgezeichnet, die betriebliche Umwelt- und Klimaschutzleistungen verbessert haben. Im November startete der vierte Durchgang des ÖKOPROFIT®-Konvois mit neun weiteren Einrichtungen der Landesverwaltung. Das LANUK organisierte zudem im September den „Netzwerktag Nachhaltige Landesverwaltung NRW“ zum Austausch der Verwaltungseinrichtungen und lud zum Fortbildungstag „Nachhaltigkeit in der Verwaltung als Chance – Schritt für Schritt zum gelungenen Umweltmanagement in Ihrer Einrichtung“. Im Jahr 2025 wurde das Umweltmanagement der drei großen LANUK-Standorte Essen, Duisburg und Recklinghausen nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) erfolgreich revalidiert. Weitere LANUK-Standorte sollen in den nächsten Jahren folgen. 

Titelbild: L. Moutsokapas

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